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12.10 Setuid-Programme

Some programs need to run with elevated privileges, even when they are launched by unprivileged users. A notorious example is the passwd program, which users can run to change their password, and which needs to access the /etc/passwd and /etc/shadow files—something normally restricted to root, for obvious security reasons. To address that, passwd should be setuid-root, meaning that it always runs with root privileges (siehe How Change Persona in The GNU C Library Reference Manual, for more info about the setuid mechanism).

The store itself cannot contain setuid programs: that would be a security issue since any user on the system can write derivations that populate the store (siehe Der Store). Thus, a different mechanism is used: instead of changing the setuid or setgid bits directly on files that are in the store, we let the system administrator declare which programs should be entrusted with these additional privileges.

Das Feld setuid-programs einer operating-system-Deklaration enthält eine Liste von <setuid-program>-Objekten, die die Namen der Programme angeben, deren setuid- oder setgid-Bits gesetzt werden sollen (siehe Das Konfigurationssystem nutzen). Zum Beispiel kann das Programm mount.nfs, was Teil des Pakets nfs-utils ist, so setuid-root werden:

(setuid-program
  (program (file-append nfs-utils "/sbin/mount.nfs")))

Um mount.nfs also mit setuid auszuführen, tragen Sie das vorige Beispiel in Ihre Betriebssystemdeklaration ein, indem Sie es an %setuid-programs anhängen wie hier:

(operating-system
  ;; Davor stehen andere Felder …
  (setuid-programs
    (append (list (setuid-program
                    (program (file-append nfs-utils "/sbin/mount.nfs"))))
            %setuid-programs)))
Datentyp: setuid-program

Dieser Datentyp steht für ein Programm, bei dem das setuid- oder setgid-Bit gesetzt werden soll.

program

Ein dateiartiges Objekt, dessen setuid- und/oder setgid-Bit gesetzt werden soll.

setuid? (Vorgabe: #t)

Ob das setuid-Bit für den Benutzer gesetzt werden soll.

setgid? (Vorgabe: #f)

Ob das setgid-Bit für die Benutzergruppe gesetzt werden soll.

user (Vorgabe: 0)

Benutzeridentifikator (UID, als ganze Zahl) oder Benutzername (als Zeichenkette) des Benutzers, dem das Programm gehören soll, nach Vorgabe der Administratornutzer root.

group (Vorgabe: 0)

GID (als ganze Zahl) oder Gruppenname (als Zeichenkette) der Benutzergruppe, der das Programm gehört, nach Vorgabe die Benutzergruppe root.

Eine vorgegebene Menge von setuid-Programmen wird durch die Variable %setuid-programs aus dem Modul (gnu system) definiert.

Scheme-Variable: %setuid-programs

Eine Liste von <setuid-program>-Objekten, die übliche Programme angeben, die setuid-root sein müssen.

Die Liste enthält Befehle wie passwd, ping, su und sudo.

Intern erzeugt Guix die eigentlichen setuid-Programme im Verzeichnis /run/setuid-programs, wenn das System aktiviert wird. Die Dateien in diesem Verzeichnis verweisen auf die „echten“ Binärdateien im Store.


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