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8.8 Dienste

Ein wichtiger Bestandteil des Schreibens einer operating-system-Deklaration ist das Auflisten der Systemdienste und ihrer Konfiguration (siehe Das Konfigurationssystem nutzen). Systemdienste sind typischerweise im Hintergrund laufende Daemon-Programme, die beim Hochfahren des Systems gestartet werden, oder andere Aktionen, die zu dieser Zeit durchgeführt werden müssen — wie das Konfigurieren des Netzwerkzugangs.

Guix hat eine weit gefasste Definition, was ein „Dienst“ ist (siehe Dienstkompositionen), aber viele Dienste sind solche, die von GNU Shepherd verwaltet werden (siehe Shepherd-Dienste). Auf einem laufenden System kann der herd-Befehl benutzt werden, um verfügbare Dienste aufzulisten, ihren Status anzuzeigen, sie zu starten und zu stoppen oder andere angebotene Operationen durchzuführen (siehe Jump Start in The GNU Shepherd Manual). Zum Beispiel:

# herd status

Dieser Befehl, durchgeführt als root, listet die momentan definierten Dienste auf. Der Befehl herd doc fasst kurz zusammen, was ein gegebener Dienst ist und welche Aktionen mit ihm assoziiert sind:

# herd doc nscd
Run libc's name service cache daemon (nscd).

# herd doc nscd action invalidate
invalidate: Invalidate the given cache--e.g., 'hosts' for host name lookups.

Die Unterbefehle start, stop und restart haben die Wirkung, die man erwarten würde. Zum Beispiel kann mit folgenden Befehlen der nscd-Dienst angehalten und der Xorg-Anzeigeserver neu gestartet werden:

# herd stop nscd
Service nscd has been stopped.
# herd restart xorg-server
Service xorg-server has been stopped.
Service xorg-server has been started.

Die folgenden Abschnitte dokumentieren die verfügbaren Dienste, die in einer operating-system-Deklaration benutzt werden können, angefangen mit den Diensten im Kern des Systems („core services“)


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